Das geplante Programm findet sich hier:
Die Sozialtage im November 2021 befassten sich mit der Frage, wie wir angesichtsder Herausforderungen nach 1,5 Jahren Corona mit Lockdown, Homeoffice, Kurzarbeit bis hin zu Existenverlust dieser Herausforderungen trotzdem solidarisch sein, bleiben und entsprechend handeln können...
Es scheint, als habe Corona wie in Brennglas bestehende Probleme in unserem Lebens- und Abreitswelt deutlich sichtbar gemacht und verschärft. War zu Beginn der Pandemie eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität in Familie und Nachbarschaft und auch gegenüber Pflegekräften, Kassierer:innen und LKW-Fahrer:innen zu spüren, so wurden viele Menschen irgendwann "coronamüde" und auch "solidaritätsmüde".
Damit niemand sich abgehängt fühlt und eine Bewegung aufeinander zu wieder möglich ist, braucht es Gerechtigkeit und Nächstenliebe, sprich: Solidarität. Dabei wird der Bogen der Solidarität von uns weit gespannt. Es reicht von solidarischem Handeln in unseren Betrieben vor Ort bis hin zur Solidarität mit Erntehelfer:innen in Süditalien, von einer solidarischen Wirtschaftsordnung in Deutschland bis hin zu Fragen der globalen Gerechtikeit.
Damit niemand sich abgehängt fühlt und eine Bewegung aufeinander zu wieder möglich ist, braucht es Gerechtigkeit und Nächstenliebe, sprich: Solidarität. Dabei wird der Bogen der Solidarität von uns weit gespannt. Es reicht von solidarischem Handeln in unseren Betrieben vor Ort bis hin zur Solidarität mit Erntehelfer:innen in Süditalien, von einer solidarischen Wirtschaftsordnung in Deutschland bis hin zu Fragen der globalen Gerechtikeit.
Die Südbadischen Sozialtage in ökumenischer Trägerschaft setzten ein Zeichen für solidarisches Handeln und brachten Menschen ins Gespräch.
Vielen Dank an alle Referenten, Helfer und Teilnehmer:innen
ihr:e
Renate Buchgeister, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Freiburg
Andreas Bordne, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Baden und evangelische Arbeitnehmerschaft
Josef Romanski, Arbeitnehmerseelsorge Erzdiözese Freiburg
Resümee zu den Südbadischen Sozialtagen 2021
(Freiburg/Offenburg/Karlsruhe)
Nach vielen Monaten Erfahrungen mit Homeoffice, Lockdown und Kurzarbeit, widmeten sich die Südbadischen Sozialtage in diesem Jahr ganz dem Thema Solidarität. Die ökumenische Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Solidarität braucht SolidariTAT: Solidarisch handeln heute und morgen“ bot vom 8. bis 21. November ein vielfältiges Programm. Aufgrund der gestiegenen Corona-Zahlen konnte das Programm zwar nur eingeschränkt stattfinden, dennoch konnten einige Veranstaltungen in den digitalen Raum verlegt werden.
Neben Vorträgen und anschließender Diskussion mit Wolfgang Kessler, Dr. Klaus Schilder und Frank Herrmann zu Themen wie „Solidarisch aus der Krise“, „Globale Steuergerechtigkeit“ und „Zähmung mächtiger Konzerne“ sowie Gottesdiensten, wurden Filmabende unter dem Motto „Solidarität in Bildern“, eine Führung zum Thema solidarische Landwirtschaft, eine Buchvorstellung zur solidarischen Care Ökonomie und ein Poetry Slam unter Corona konformen Bedingungen durchgeführt. Allen Veranstaltungen lag die Frage zugrunde, wie die Gesellschaft trotz aktueller Herausforderungen solidarisch sein, entsprechend handeln und wirtschaften können.
Gerade in der Pandemie braucht es Solidarität.
Nach Ansicht der Teilnehmenden hat Corona wie ein Brennglas bestehende Probleme in der Lebens- und Arbeitswelt deutlich sichtbar gemacht und verschärft. War zu Beginn der Pandemie eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität in Familie und Nachbarschaft und auch gegenüber Pflegekräften, Kassiererinnen und Kassierer, LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrern zu spüren, so wurden viele Menschen mit der Zeit „coronamüde" und auch „solidaritätsmüde". Nach einhelliger Meinung der Mitwirkenden braucht es Gerechtigkeit und Nächstenliebe, sprich: Solidarität, besonders jetzt in Zeiten großer Belastungen für die Menschen durch die Pandemie. „Solidarität ist kein Gefühl vagen Mitleids, sondern solidarisches Leben und solidarisches Handeln sind Ausdruck und zentrale Dimension des christlichen Glaubens“, so Josef Romanski von der Arbeitnehmerseelsorge der Erzdiözese Freiburg.
Pandemie ist ein Weckruf an die Menschen
Drängende gesellschaftliche Fragen und Themen sind bei den Südbadischen Sozialtagen zur Sprache gekommen: Die Pandemie ist ein Weckruf an die Menschen, mit Natur und Umwelt anders umzugehen. Sie hat aufgedeckt, wie wenig nachhaltig und gerecht unsere Wirtschafts- und Lebensweise ist. Sie macht vielerorts sichtbar, wie Gesundheit und Pflege zu einer Ware und das Wohnen zu einem Spekulationsobjekt geworden ist. Die Coronakrise zeigt, wie ungleich der Reichtum in der Gesellschaft verteilt ist. Im Gespräch mit Betriebsräten und Gewerkschaften wurde deutlich, dass ein gemeinsames Handeln in den Betrieben sehr wichtig und die gelebte Sozialpartnerschaft ein Garant für Solidarität und soziale Verantwortung am Arbeitsplatz und damit auch entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist.
Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ziehen die Veranstalter ein positives Fazit, denn neben dem Aufwerfen drängender gesellschaftlicher Fragen, ergeben sich aus den Beiträgen und Diskussionen zahlreiche praktische Impulse, die dazu auffordern in den Alltag Einzug zu halten: bewusster und nachhaltiger Konsum, der Einsatz für eine gerechte Wirtschaftsweise sowie fester und entschlossener Einsatz für das Gemeinwohl. Denn wo solidarisch gehandelt wird, wird Unterdrückung Einhalt geboten. „Durch Zusammenhalt wächst die Solidarität mit, gleichzeitig wachsen auch wir – wenn wir uns der Solidarität verpflichten, dann wird unser eigenes Leben reicher und lebendiger, schließlich muss im Zentrum aller Bemühungen die Sorge um die Menschen stehen“, so Romanski.
Drängende gesellschaftliche Fragen und Themen sind bei den Südbadischen Sozialtagen zur Sprache gekommen: Die Pandemie ist ein Weckruf an die Menschen, mit Natur und Umwelt anders umzugehen. Sie hat aufgedeckt, wie wenig nachhaltig und gerecht unsere Wirtschafts- und Lebensweise ist. Sie macht vielerorts sichtbar, wie Gesundheit und Pflege zu einer Ware und das Wohnen zu einem Spekulationsobjekt geworden ist. Die Coronakrise zeigt, wie ungleich der Reichtum in der Gesellschaft verteilt ist. Im Gespräch mit Betriebsräten und Gewerkschaften wurde deutlich, dass ein gemeinsames Handeln in den Betrieben sehr wichtig und die gelebte Sozialpartnerschaft ein Garant für Solidarität und soziale Verantwortung am Arbeitsplatz und damit auch entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist.
Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ziehen die Veranstalter ein positives Fazit, denn neben dem Aufwerfen drängender gesellschaftlicher Fragen, ergeben sich aus den Beiträgen und Diskussionen zahlreiche praktische Impulse, die dazu auffordern in den Alltag Einzug zu halten: bewusster und nachhaltiger Konsum, der Einsatz für eine gerechte Wirtschaftsweise sowie fester und entschlossener Einsatz für das Gemeinwohl. Denn wo solidarisch gehandelt wird, wird Unterdrückung Einhalt geboten. „Durch Zusammenhalt wächst die Solidarität mit, gleichzeitig wachsen auch wir – wenn wir uns der Solidarität verpflichten, dann wird unser eigenes Leben reicher und lebendiger, schließlich muss im Zentrum aller Bemühungen die Sorge um die Menschen stehen“, so Romanski.

